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Suchtprävention in Schulen (SiS)

Das Projekt „Suchtprävention in Schulen (SiS)“ ist ein kommunales Präventionsangebot, das seit 2016 auf Initiative des Präventionsrats der Stadt Norden entstanden ist. Auslöser war die von der Hochschule Emden/Leer durchgeführte BaSiS-Studie 2016, die einen überdurchschnittlichen Konsum von Alkohol, Tabak und Betäubungsmitteln (u. a.Cannabis) sowie riskantem Medienverhalten bei Jugendlichen im Altkreis Norden belegte.

Daraufhin wurde ein Modellprojekt für die Kommunen Hage, Hinte, Krummhörn und Norden gestartet, das schulische Suchtprävention systematisch, wissenschaftlich fundiert und langfristig ausrichten sollte.

Auf Grundlage der BaSiS-Studie aus 2024 und der erfolgreichen Evaluation des Modellprojekts wird SiS ab 2026 landkreisweit eingeführt und umgesetzt. Alle weiterführenden Schulen im Landkreis Aurich haben dann die Möglichkeit, sich dem SiS-Konzept anzuschließen.

Das Projekt bietet:

  • über 30 bewährte Maßnahmen ab Jahrgang 5 (z. B. zu Medienkompetenz, Konsumverhalten, Stressbewältigung, gewaltfreier Kommunikation),
  • eine zentrale Koordination, die Schulen entlastet und bei Planung, Umsetzung und Evaluation der Projektinhalte unterstützt, 
  • die Einbindung von Schulsozialarbeit, Polizei, Jugendhilfe und externen Fachkräften,
  • sowie eine laufende Qualitätssicherung und wissenschaftliche Begleitung.

Die Maßnahmen sind modular aufgebaut, bedarfsorientiert planbar und ressourcenschonend umsetzbar. SiS verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche in ihrer sozialen, emotionalen und gesundheitlichen Entwicklung zu stärken und riskantem Verhalten frühzeitig vorzubeugen. Dabei versteht sich das Projekt als Teil einer kommunalen Präventionsstrategie, die Schulen bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben gemäß Schulgesetz und SGB VIII gezielt unterstützt.